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Abseitige Konzerte

14.07.2017 MAKROSCOPE MÜLHEIM

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Neben dem USEum hat im Makro das kleine Label Ana Ott sein Hauptquartier. Ana Ott erstellt – oft in Handarbeit – besondere Vinyl- und Kassettenveröffentlichungen aus dem experimentellen Avantgardebereich. Ana Ott kuratiert als ein Herzstück der eigenen Arbeit die Konzertreihe für abseitige Musik, Performance und Klangkunst im Makroscope. Am 14.07.2017 ist es wieder einmal soweit und es werden 2 spannende Acts präsentiert.

DRNTTCKS

ist ein Duo. In/Aktiv seit 2010 und bestrebt, sich der Nutzungsökonomie weitestmöglich zu entziehen. Manchmal so weit, dass die Landessendebehörde einen Live-Auftritt im Radio als Sendestörung deklariert. Aus einer verhuschten Harmonie-Miniatur wächst Stück für Stück eine Klangwand – Gitarrenschichten, Klappern, Surren, Brummen steigern sich zur Noise-Collage. Sparsame Kontaktmikro-Experimente, arhythmische Drumloops, New Age-Synth-Referenzen, No-Input-Noise. Texte nein, Titel ja, unbedingt: „Proteinkreuz“, „Rudolf Steinar“, „Nazi-Schamanen Fuck Off“ – Haltung statt Klangautismus. Es geht nicht um stringente Melodieführung, nicht um Gebrauchs-Pop, sondern darum, Möglichkeiten zu schaffen und auszuloten, Räume aufzuspannen und miteinander zu verweben. Ein Prozess, der nicht in abgeschlossenen Einheiten endet, sondern immer weiter durch klangliche Strukturen mäandert.

müde

ist eine elektroakustische Band aus dem Ruhrgebiet, die sich für Drone und Lärm interessiert. Ihre Auftritte schwanken zwischen Konzert und Klanginstallation, Komposition und Improvisation. Zum Einsatz kommen Electronics, Violoncello, Shruti Box und allerlei Gegenstände.

abseitige konzerte

Die monatliche Reihe, die seit 2013 kontinuierlich stattfindet, ist ein Bindeglied zwischen den diversen Bereichen des Hauses. Sie tritt mit der Dauer- und den Wechselausstellungen in einen räumlichen und gestalterischen Dialog. Findet parallel keine Ausstellung statt, bringen wir wenn möglich regionale und internationale Musiker mit visuellen Künstlern zusammen, die mit ihren Lichtinstallationen und Performances zum Klang interagieren. Bei diesen Begegnungen improvisieren Künstler ganz verschiedener Strömungen gemeinsam – der Schwerpunkt liegt auf einem experimentellen Umgang mit Klang und einem kritischen Blick auf kulturindustrielle und popkulturelle Zusammenhänge und Zustände.

interdisziplinäre synergie

An einem typischen Abend im Makroscope hören Sie zum Beispiel improvisierte Jazzmusik oder ein Live-Hörspiel, während visuelle Künstler mit analogen optischen Geräten (wie etwa Overheadprojektoren) zum Sound interagieren. Das klingt kompliziert, bringt aber mitunter geradezu erleuchtende audiovisuelle Erkenntnisse mit sich. So schaffen wir interdisziplinäre Synergieeffekte zwischen dem Museum für Copy Art auf der einen, und den musikalischen Aspekten des Hauses auf der (vermeintlich) anderen Seite des Hauses. Das Makroscope wird zum interdisziplinären Katalysator und Resonanzkörper aktueller künstlerischer Diskurse.

Autor: Redaktion EMSCHERplayer

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© Makroscope

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